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ICEA Projekt – Integrating Cognition Emotion and Autonomy

Das ICEA Projekt – Integrating Cognition Emotion and Autonomy – lief bis zum Jahr 2009. Es handelte sich um ein Projekt, welches von der Europäischen Union initiiert und gefördert wurde, es wurden dafür sechs Millionen Euro bereit gestellt. Zugeordnet war das Projekt dem Themenbereich „Technologien für die Informationsgesellschaft“ im Sechsten Rahmenprogramm der EU. Bei ICEA ging es darum, die Welt der Roboter weiterzuentwickeln und sie mit neuen Fähigkeiten auszustatten. Die künstliche Intelligenz sollte mit Systemen, die von der realen Biologie inspiriert wurden, ergänzt und erweitert werden.

Im Rahmen des ICEA Projekts entstand unter anderem der so genannten Scratchbot. Dieser Roboter ist einer Ratte nachempfunden und baut somit auf dem schon bekannten Aibo, einem Roboter-Hund, auf. ICEA sollte dazu beitragen, dass die Entwicklung der Roboter, die zum Einsatz der Menschenrettung Verwendung finden sollen, vorangetrieben wird. Es sollte ein kognitives System konzipiert werden, welches in der Lage ist, emotional und autonom zu handeln, wobei das menschliche Gehirn das Vorbild war. Das Problem bei Robotern ist nämlich immer noch, dass sie zwar wie vorgesehen funktionieren, aber eben nur in bekannten Situationen. Das heißt, wenn etwas Unvorhergesehenes auftritt, so reagieren Roboter falsch oder sogar zum Schaden der Menschen. Sie können sich etwa in einer Halle frei bewegen, aber nicht in einem eingestürzten Gebäude. Wenn sie auf ein Hindernis treffen, mit dem nicht zu rechnen war, reagieren Roboter nicht autonom.

Die im Rahmen des ICEA Projekts entwickelten Roboter sollten lernfähig sein. Das heißt, sie sollten aus neuen Situationen lernen und richtige Verhaltensweisen zeigen. Diese wiederum sollten sie sich aneignen und in ähnlichen Situationen erneut zeigen. Biostrukturelle Vorgänge wurden nachempfunden und bei der Entwicklung der Roboter eingesetzt. So wurden nicht nur Informatiker am Projekt beteiligt, sondern auch Psychologen und Verhaltenswissenschaftler, Neurologen und Biologen. Als besonders anpassungsfähig haben sich in der realen Welt die Ratten erwiesen, daher dienten sie auch als Vorbild für den Scratchbot und andere Roboter, die bei diesem Projekt entwickelt wurden.