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HOAP-2

Das erste Modell des Fujitsu Roboters HOAP wurde 2001 gezeigt, es trug den Namen HOAP-1. Der HOAP-2 folgte ein Jahr später, schon 2003 gab es den HOAP-3. Doch das Alter stört niemanden, am allerwenigsten die Tüftler, die immer noch am HOAP-2 basteln. Der Roboter ist nämlich imstande, neue Fähigkeiten zu erlernen. Dafür verfügt er über eine offene Schnittstelle, ergänzt mit Open C/C++. Das macht es möglich, dass der kleine Roboter immer wieder etwas Neues lernt, egal, wie alt er inzwischen geworden ist. Die Programmierer gehen beim HOAP-2 aber nicht den Weg, der als der klassische Weg bekannt ist. Normalerweise wird dem Roboter eine Programmierung zugewiesen, darüber lernt er. Der Roboter kann dann diese Fähigkeit gleich einsetzen, kann aber immer wieder vor Situationen gestellt werden, die ihm unbekannt sind und mit denen er nicht klar kommt.

HOAP-2 hat jetzt das Fensterputzen erlernt, was wie bei einem kleinen Kind vor sich ging. Die Programmierer, ein Italiener und ein Japaner, übten mit dem Roboter zusammen die Bewegungen, die zum Fensterputzen gehören. Der Roboter bekam die kreisförmigen Armbewegungen gezeigt und ahmte sie anschließend nach. Dies ist ein neuer Lernansatz, um den es auch auf der Internationalen Konferenz für Robotik und Automation im Jahr 2011 ging. Nun gehört für HOAP-2 noch ein bisschen Übung dazu, damit er alle Buchstaben vom White Board entfernen kann, auf dem bisher trainiert wurde. Damit er das überhaupt kann, werden sicherlich noch einige Feineinstellungen nötig, die über die am Kopf befindliche Kamera vorgenommen werden. Über diese bekommt HOAP-2 seine Bilder geliefert. Hier stellt sich nun das Problem des Alters, denn die beiden Kameras können nur über das USB 1.1 Interface miteinander kommunizieren. Das wiederum hat zur Folge, dass die Daten nur eingeschränkt übertragen werden können.